Strand des Lächelns

Nach zwei Tagen erholen und Wäsche waschen in Chipata, fahren wir über die Grenze nach Malawi.
Wir wurden mit dem berühmten Malawi-Lächeln empfangen und die Formalitäten waren innert kürzester Zeit erledigt.

Da uns die Senga Bay empfohlen wurde, fahren wir direkt dorthin. Jedoch ist der Strand nicht wirklich das, was wir uns erhofft haben. Deshalb fahren wir am nächsten Tag weiter zur Monkey Bay.
Wir sind noch nicht ganz fertig mit dem Aufbau von unserem Camp als mein Handy vibriert: Nachrichten von meinen Eltern mit Bildern von exakt demselben Ort, wo wir jetzt stehen. Nur wurden diese Fotos 1979 aufgenommen als meine Eltern von der Schweiz nach Cape Town fuhren mit ihrem VW T1, genannt "Camillo".
Jep, die Reisekrankheit wurde mir direkt vererbt...

Das nächste auf unserem "Reiseplan" ist Cape Maclear - eine Bucht der Schönheit. Aber wir haben auch einige  üble Geschichten gehört über diesen Ort: Überfälle, Bedrohungen mit Schusswaffen und Touristen, die erschossen wurden. Aber die Leute erzählen gerne solche Geschichten, wenn der Tag lang ist. Die Erzählungen sind oft nicht so schlimm, wie jeder sagt.
Als wir uns dem Tor der Fat Monkeys Lodge nähern, wird die Frontscheibe von einem faustgrossen Stein getroffen und hinterlässt einen Riss in der Scheibe. Alles geht rasend schnell: Ich springe aus Matatu, Kinder rennen in alle Richtungen, Erwachsene schauen zu und lachen, Thomas ist etwas verwirrt.

Nicht wirklich ein netter Start im Cape aber die Bilder, die ich später schiessen werde, zahlen alles zurück. Die Menschen hier sind so ziemlich das Gegenteil von diesem ersten Eindruck; überall nur Lächeln!